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Tim Frost's Website

Allgemeine Informationen

Sehr geehrte Besucherin/Interessentin, sehr geehrter Besucher/Interessent,
unter dem Menüpunkt "Freiwilligendienst in Afrika" können Sie sich über meine Aktivitäten bezüglich des Freiwilligenprogramms "weltwärts" informieren. "weltwärts" ist eine Initiative des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), welche es jungen Menschen finanziell ermöglicht, sich für ein Jahr entwicklungspolitisch zu engagieren.

Die Organisation, Koordinierung und auch Betreuung wird hingegen von sogenannten Entsendeorganisationen übernommen, bei welchen man ein halbes bis ganzes Jahr vor dem voraussichtlichen Antritt des Freiwilligendienstes die Bewerbungsunterlagen einreicht. Nach erfolgreichem Auswahlgespräch hat mir meine Entsendeorganisation, IN VIA Köln, zwei Projekte vorgestellt, zwischen denen ich mich entscheiden konnte. Hierbei ist meine Wahl auf das Projekt "Unterstützung des Kilacha Production- and Trainingcenters" gefallen, für welches ich am 1. September 2013 nach Himo in Tansania geflogen war.

Himo & Tansania

Karte von Ostafrika Das Dorf Himo liegt im nordöstlichen Tansania (Ostafrika) und gehört der Kilimanjaro Region an. Die nächste größere Stadt Moshi liegt etwa 30 km entfehrnt. Nach deutscher Definition würde Himo wohl als Kleinstadt bezeichnen werden, wobei es vermutlich aber eher einem Dorf gleichen wird. Das wird vor allem an der sich stark ausbreitenden ländlichen Umgebung liegen. Die Bevölkerung Himos zählt mit zu den Ärmsten Tansanias und lebt überwiegend von Landwirtschaft und Handel. In Himo gibt es aktuell einen Supermarkt und es findet aber mehrmals die Woche ein Markt statt, auf welchem frische Lebensmittel, Haushalts-materialien, Kleidung und allerlei anderer Gegenstände zu erwerben sind. Die meisten Einkäufe tätige ich aber an sogenannten Dukas (Kiosken), welche auch alle Lebenswichtigen Materialen verkaufen. Dazu gehören zum Beispiel Brot, Milch, Wasser, Eier, Handyguthaben und vieles mehr. Es muss jederzeit mit Stromausfällen gerechnet werden, da der Strom in Tansania des Öfteren regional abgeschaltet wird, um Energie zu sparen. Auch Wasser ist hier ein kostbares Gut und nicht im Überfluss vorhanden.

Tansania ist ein Staat in Ostafrika, welcher südlich von Kenia und Uganda und nördlich von Mosambik zu finden ist. Der komplette Osten des Landes liegt am Indischen Ozean. Im Westen grenzen (von Norden aus) Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo, sowie im Südwesten, Sambia und Malawi an. Tansania ist ungefähr 2,5 mal so groß wie Deutschland bei etwa halb sovielen Einwohner_innen. Mit einem etwa 200x geringerem Bruttoinlandsprodukt als Deutschland zählt Tansania mit zu den ärmsten Ländern unserer Welt. Hauptstadt Tansanias ist Dodoma, welche zentral im Landesinneren liegt. Regierungssitz, wirtschaftliches Zentrum und größte Stadt Tansanias ist mit über 3 Mio Einwohner_innen Dar es Saalam (von der Einwohnerzahl ungefähr mit Berlin vergleichbar).

(Stand 2013) Einwohner Fläche BIP (in US$) BIP (in €) BIP / pro Einw. (in €)
Tansania: ca. 45 Mio. ca. 945.000 km² ca. 28,2 Mrd. ≈ 20,6 Mrd. ≈ 450
Deutschland: ca. 80 Mio. ca. 357.000 km² ca. 3577,0 Mrd. ≈ 2.700,0 Mrd. ≈ 33.750

Landschaft & Kultur

Kilimanjaro Der Kibo ist mit 5895m der höchste Berg Afrikas.

Tansania selbst könnte landschaftlicher, ökologischer und kultureller nicht ausfallen. Von den eisigen Regionen des Kilimanjaros und den Regenwaldzonen an dessen Hängen, bis hin zu den trockenen Savannen vieler Nationalparks (z.B. Serengeti), über weiße Sandstrände an Küstenregionen und Korallenbänken im Indischen Ozean ist hier alles anzufinden. Die Temperatur des tropischen Klimas fällt nur selten unter +20°C (ausgenommen das Hochland). Im Dreiländereck Uganda/Kenia/Tansania liegt der Viktoriasee, der größte See des afrikanischen Kontinents. Dieser ist nach dem Kaspischem-Meer (Asien) und dem Oberen See (Nordamerkia) der drittgrößte See der Welt. Nördlich des Dorfes erstreckt sich das Kilimanjaro-Massiv, welches 1987 von der UNESCO als Weltnaturerbe erklärt wurde. Hier ist der höchste Berg des afrikanischen Kontinents, namens Kibo, mit einer Höhe von 5895 m angesiedelt. Aktuell ist der Gipfel noch mit Eis bedeckt, aber Wissenschaftler_innen gehen davon aus, dass dieses den Klimaveränderungen in den nächsten Jahrzenhnten nicht standthalten wird. Der Klimawandel stellt allgemein für einen Großteil der tansanischen Bevölkerung ein existenzielles Problem dar, weil es immer seltener regnet und über 80% der Menschen von der Landwirtschaft leben.

Kulturell gibt es weit über 120 verschiedene ethnische Gruppen, wodurch in Tansania ca. 128 verschiedenen Sprachen gesprochen werden. Amtssprache ist Swahili (auch Suaheli/Kisuaheli/Kiswahili). Die Englische Sprache soll nach tansanischer Politik hingegen in Universiäten, Forschungs- und Technikeinrichtungen sowie in Gerichten und der Finanzwelt zum Einsatz kommen. In der Praxis soll sie allerdings in den letzten Jahren, vor allem in Bildungseinrichtungen, weniger gesprochen worden sein.

Über die Religionszugehörigkeit der Tansanier_innen gibt es nur ungefähre Werte, da diese bei Volkszählungen nicht abgefragt werden. Es wird vermutet, dass es etwa gleich viele Christ_innen (40%), wie Muslim_innen (40%) in Tansania leben. Die restlichen 20% der Bevölkerung glauben an andere Religionen, vor allem traditionelle Glaubensrichtungen.

Meine Unterkunft

Von September bis Dezember 2013 habe ich zusammen mit 6 Mitfreiwilligen im Gebäude des früheren Krankenhauses in Himo gelebt. Uns standen dort ein Badezimmer, zwei Toiletten, zwei Duschen, ein Wohnzimmer, eine Küche und für jeden ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Seit Januar 2014 leben wir in einem neuem Gebäude hinter dem Faraja Krankenhaus in Himo, da unser Mietverhältnis zum Ende des Jahres 2013 gekündigt wurde. Hier teilen wir uns einen gemeinsamen Hof mit mehreren Tansanischen Familien. Da es zum aktuellen Zeitpunkt keine Wasserleitung gibt, müssen wir täglich mit Eimern zum lokalem Brunnen gehen, um unsere Wassertonnen aufzufüllen. Ohne vorheriges Abkochen ist dieses Wasser nicht zu genießen, da es mit diversen Erregern versucht ist. Geduscht und gewaschen wird mit Eimern. Für den Toilettengang stehen uns zwei Plumsklos zur Verfügung.


Quellen: Karte von Ostafrika © Tim Frost, www.invia-koeln.de (Stand 12/2013), de.wikipedia.org (Stand 12/2013), diverse Blogs, diverse E-Mails